Von Kai-Uwe Ruf
WOLFENBÜTTEL. Der Kreiselternrat unterstützt eine Initiative mit dem Namen Volksbegehren für bessere Schulen.
Dabei geht es um drei Ziele:
Gymnasien und Gesamtschulen sollen wieder zu einer Regelschulzeit von 13Jahren zurückkehren. Die Schüler sollten auf dem Weg zum Abitur mehr Zeit bekommen, um zu lernen, ihre Neigungen zu entdecken und sich beispielsweise in Vereinen zu engagieren.
Gesamtschulen sollen auch mit vier, in Ausnahmefällen sogar mit drei Klassen pro Jahrgang gegründet werden können. "Damit soll dem demografischen Wandel Rechnung getragen werden. Die Schülerzahlen gehen zurück", sagt Andreas Meißler, Sprecher des Wolfenbütteler Kreiselternrates.
Volle Ganztagsschulen sollen erhalten werden. Sie böten ein besseres Konzept als die verlässlichen Grundschulen, weil es in diesen Schulen bis zur sechsten Stunde gesichert Unterricht gebe, in den verlässlichen Grundschulen hingegen Kinder nach der vierten Stunde unter Umständen nur betreut würden, sagt Elke Schmidt, Vorstandsmitglied des Kreiselternrates: "Verlässliche Grundschulen sollten zu vollen Halbtagsschulen werden."
Auf den Weg gebracht hat das Volksbegehren ein Verein mit dem Namen "Bündnis für gute Schulen". In ihm haben sich Eltern, Lehrer und Bildungswissenschaftler zusammengeschlossen.
Den für das Volksbegehren notwendigen Gesetzentwurf hat der Verein bereits beim Landeswahlleiter eingebracht, sagt Meißler. Nun muss er von knapp 610000 Wahlberechtigten in Niedersachsen unterschrieben werden. Laut Meißler liegen bereits etwa 50000 Unterschriften vor.
Der Kreiselternrat will die Schulelternräte für die Initiative gewinnen. Außerdem will er mit Info-Ständen auf das Thema aufmerksam machen.
Informationen und Unterschriftenlisten www.volksbegehren-schulen.de
Quelle: Braunschweiger Zeitung, Wolfenbüttel: 12. Mai 2010, Wolfenbüttel Lokales, Seite 53